Flächenheizung auslegen nach DIN EN 1264

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Legen Sie Ihre Fußbodenheizung oder Wandheizung nach DIN EN 1264 aus. Der Rechner berechnet Heizleistung pro m², Verlegeabstand, Vorlauftemperatur, Volumenstrom und Druckverlust im Heizkreis. Inklusive PMV/PPD-Behaglichkeitsberechnung nach ISO 7730. Vergleich mit Radiatorheizung für die optimale Kombination mit Ihrer Wärmepumpe.
Flächenheizung DIN EN 1264 v7.33.1
⚙️ Systemparameter Fußboden
Vorlauftemperatur35°C
Rücklauftemperatur28°C
Außentemperatur-10°C
Raum-Solltemperatur20°C
Rel. Luftfeuchtigkeit50%
🔧 Heizschleifenparameter
Rohrabstand (Verlegeabstand)15 cm
Rohrdurchmesser16 mm
Beheizte Bodenfläche20
🏗️ Bodenaufbau
Estrichüberdeckung45 mm
Bodenbelag Rλ,BFliesen
RaumzoneAufenthaltszone
📐 Verlegemuster
Mäander
Einfach, Standard
Schnecke
Gleichmäßig
Bifilar
VL+RL parallel
Raumgeometrie & Dämmung
Raumlänge × Breite × Höhe5×4×2.5 m
Dämmstandard GebäudeTeilsaniert

✓ System optimal für Wärmepumpenbetrieb

🔥 Heizlast & Deckung – Fußbodenheizung
— W
Heizlast Raum
DIN EN 12831
— W
Verfügbare Leistung
Fußbodenheizung
— %
Deckungsgrad
— °C
Max. Oberflächentemp.
Grenzwert: 29°C

🌡️ Thermische Behaglichkeit (ISO 7730)
0.00
PMV Index
Kategorie A
5%
PPD
Unzufriedene
—°C
Operative Temp.
Empfunden
—°C
MRT
Strahlungstemp.
-3 (kalt)-10 (neutral)+1+3 (heiß)
15
cm Abstand

Verlegemuster: Mäander

Rohrlänge: m

Wasserinhalt: Liter

Heizkreise empfohlen:

Max. Schleifenlänge: 120 m

⚡ Heizleistung
Spezifisch q:— W/m²
Gesamt Q:— W
Grenzleistung qG:— W/m²
Auslastung:— %
🌡️ Temperaturen
Boden max.:—°C
Boden min.:—°C
Boden Mittel:—°C
ΔT Heizmedium:— K
🔧 Hydraulik
Volumenstrom:— l/h
Fließgeschw.:— m/s
Druckverlust:— mbar
COP-Vorteil:
Heizlast vs. Außentemperatur
Spez. Leistung vs. Rohrabstand
Oberflächentemperatur-Profil
Leistung & PMV vs. Vorlauf
⚙️ Systemparameter Decke
Vorlauftemperatur32°C
Rücklauftemperatur27°C
Außentemperatur-10°C
Raum-Solltemperatur20°C
🔧 Heizschleifenparameter
Rohrabstand15 cm
Rohrdurchmesser16 mm
Beheizte Deckenfläche20
DeckenaufbauTrockenbau
Raumgeometrie & Dämmung
Raumlänge × Breite × Höhe5×4×2.5 m
DämmstandardTeilsaniert

☀️ Deckenheizung: hoher Strahlungsanteil, ideal für Niedertemperatur

☀️ Heizlast & Deckung – Deckenheizung
— W
Heizlast Raum
— W
Verfügbare Leistung
— %
Deckungsgrad
— °C
Deckenoberfläche
Mittel

🌡️ Thermische Behaglichkeit
PMV
PPD
Operative Temp.
MRT
-3-10+1+3
15
cm Abstand

Rohrlänge: m

Wasserinhalt: Liter

Heizkreise:

Strahlungsanteil: ~70%

⚡ Leistung
Spezifisch:
Gesamt:
Strahlung qr:
Konvektion qc:
🌡️ Temperaturen
Decke max.:
Decke Mittel:
ΔT Spreizung:
🔧 Hydraulik
Volumenstrom:
Fließgeschw.:
Druckverlust:
Heizlast vs. Außentemperatur
Spez. Leistung vs. Rohrabstand
⚙️ Systemparameter Radiator
Vorlauftemperatur55°C
Rücklauftemperatur45°C
Außentemperatur-10°C
Raum-Solltemperatur20°C
🔧 Heizkörper-Typ (EN 442)
Heizkörper-TypTyp 22
Bauhöhe600 mm
Baulänge1000 mm
Anzahl Heizkörper im Raum1
Raumgeometrie & Dämmung
Raumlänge × Breite × Höhe5×4×2.5 m
DämmstandardTeilsaniert

🔧 Radiator-Auslegung nach EN 442

🔥 Heizlast & Radiator-Leistung
— W
Heizlast Raum
— W
Radiator-Leistung
bei aktueller VL/RL
— %
Deckungsgrad
— W
Normleistung 75/65/20
EN 442

VL RL Typ 22 600×1000 mm

Typ: 22 – 2 Platten, 2 Konvektoren

Abmessungen: 600 × 1000 mm

Strahlungsanteil: ~30%

Konvektionsanteil: ~70%

Exponent n: 1.30

⚡ Leistungsdaten
Normleistung ΦN:
Korrekturfaktor f:
Aktuelle Leistung Φ:
Leistung/Stück:
🌡️ Temperaturen
Übertemperatur ΔTlog:
Mittl. Wassertemp.:
Spreizung VL-RL:
🔧 Hydraulik
Volumenstrom:
Kv-Wert Ventil:
Radiator-Leistung vs. Vorlauftemperatur
Heizlast vs. Außentemperatur
📐 Berechnungsgrundlagen Fußbodenheizung (DIN EN 1264)

Die Norm-Leistung einer Fußbodenheizung wird über die mittlere Heizmittelübertemperatur und den Bodenaufbau berechnet.

Spezifische Leistung:
q = B × aB × aT × aU × aD × ΔΘH1

Vereinfacht (Kennlinie):
q = KH × (ΔΘH)n
KH ≈ 6.7 W/(m²·K) (Fliesen), n ≈ 1.1

Grenzleistung (max. Oberflächentemperatur):
qG = 8.92 × (ΘF,max - Θi)1.1
ΘF,max = 29°C (Aufenthalt), 33°C (Bad), 35°C (Rand)
Heizmittelübertemperatur:
ΔΘH = (ΘV - ΘR) / ln((ΘV - Θi) / (ΘR - Θi))

Mittlere Oberflächentemperatur:
ΘF,m = Θi + q / (8.92 × 1.1)

Rohrlänge:
L = AHeiz / T × 1.05 (+ Anbindeleitungen)
📐 Deckenheizung

Deckenheizungen übertragen Wärme überwiegend durch Strahlung nach unten. Der konvektive Anteil ist gering (warme Luft steigt nicht ab).

Wärmeübergang (Decke nach unten):
αStrahlung ≈ 5.5 W/(m²·K) (dominant)
αKonvektion ≈ 1.0 W/(m²·K) (gering, Warmluft steigt auf)
αgesamt ≈ 6.5 W/(m²·K)

Spezifische Leistung:
q ≈ αgesamt × ΔΘ × B (Rohrabstandfaktor)
📐 Radiatoren (EN 442)

Heizkörper werden bei Normtemperaturen (75/65/20) geprüft. Die tatsächliche Leistung wird über die logarithmische Übertemperatur umgerechnet.

Logarithmische Übertemperatur:
ΔTlog = (TVL - TRL) / ln((TVL - Ti) / (TRL - Ti))

Leistungsumrechnung:
Φ = ΦN × (ΔTlog / ΔTN)n
ΔTN = 49.83 K (bei 75/65/20)

Heizkörper-Exponenten n:
Typ 10: n = 1.26 | Typ 11: n = 1.29
Typ 21: n = 1.30 | Typ 22: n = 1.33
Typ 33: n = 1.35
📖 Symbole & Abkürzungen
SymbolBedeutungEinheit
qSpezifische HeizleistungW/m²
QGesamtheizleistungW
ΦNNormleistung Radiator (75/65/20)W
TVLVorlauftemperatur°C
TRLRücklauftemperatur°C
ΔΘHHeizmittelübertemperaturK
TRohrteilung / Verlegeabstandm
Rλ,BWärmeleitwiderstand Bodenbelagm²K/W
PMVPredicted Mean Vote
PPDPredicted Percentage Dissatisfied%
COPCoefficient of Performance
nHeizkörperexponent
bauphysik-fachberatung.de · energieberatung rolf krause
DIN EN 1264 (Flächenheizung) · EN 442 (Radiatoren) · ISO 7730 (PMV/PPD)

Häufige Fragen

Welche Vorlauftemperatur braucht eine Fußbodenheizung?
Fußbodenheizungen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen: typisch 30–35 °C bei Neubau, 35–45 °C bei saniertem Altbau. Die maximale Oberflächentemperatur beträgt 29 °C im Aufenthaltsbereich und 35 °C im Randbereich (nach DIN EN 1264).
Wie wird die Heizleistung pro m² berechnet?
Die spezifische Heizleistung q = Heizlast / Fußbodenfläche in W/m². Bei Neubau liegt sie bei 25–40 W/m², bei Altbau bei 40–80 W/m². Die maximale Leistung einer Fußbodenheizung beträgt bei 35 °C Vorlauf und 20 °C Raumtemperatur ca. 80–100 W/m².
Was ist der Verlegeabstand?
Der Verlegeabstand ist der Abstand zwischen den Heizrohren in cm. Übliche Werte: 10 cm (hohe Leistung), 15 cm (Standard), 20 cm (niedrige Leistung) und 30 cm (Randzone). Ein kleinerer Abstand erhöht die Leistung, aber auch den Rohrverbrauch und Druckverlust.
Eignet sich eine Fußbodenheizung für eine Wärmepumpe?
Ja — Fußbodenheizungen sind ideal für Wärmepumpen, da sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto höher der COP der Wärmepumpe. Typische Spreizung: 5–7 K (VL 30 °C / RL 23–25 °C).
Was ist der PMV-Wert?
PMV (Predicted Mean Vote) ist ein Index für die thermische Behaglichkeit nach ISO 7730. Er reicht von −3 (kalt) bis +3 (heiß), wobei 0 das thermische Optimum ist. Fußbodenheizungen erreichen dank gleichmäßiger Wärmeverteilung PMV-Werte nahe 0.
Wie berechne ich den Druckverlust im Heizkreis?
Der Druckverlust setzt sich zusammen aus Rohrreibung (Δp = λ × L/d × ρv²/2) und Einzelwiderständen (Verteiler, Bögen). Typische Werte: 100–200 Pa/m Rohr. Die maximale Kreislänge beträgt bei DN 16 ca. 80–100 m, bei DN 20 ca. 120 m.
Was ist die Estrichüberdeckung?
Die Estrichüberdeckung ist die Schichtdicke des Estrichs über den Heizrohren. Mindestens 30 mm bei Zementestrich, 25 mm bei Fließestrich. Sie beeinflusst den Wärmedurchlasswiderstand R_λ,a = s_ü / λ_Estrich und damit die Reaktionszeit der Heizung.
Kann ich Fußbodenheizung und Heizkörper kombinieren?
Ja, das ist ein häufiger Ansatz bei Sanierungen: Fußbodenheizung im Erdgeschoss, Heizkörper im Obergeschoss. Beide Kreise brauchen dann unterschiedliche Vorlauftemperaturen, die über einen Mischer oder Rücklauftemperaturbegrenzung geregelt werden.
Was ist eine Wandheizung?
Eine Wandheizung funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie eine Fußbodenheizung — Rohre werden in der Wand verlegt. Vorteil: höhere Strahlungstemperatur bei gleicher Vorlauftemperatur. Nachteil: eingeschränkte Möblierung. Die Berechnung erfolgt ebenfalls nach DIN EN 1264.
Welcher Bodenbelag eignet sich?
Ideal sind Bodenbeläge mit niedrigem Wärmedurchlasswiderstand R_λ,B: Fliesen (R ≈ 0,01), Naturstein (0,01), Vinyl (0,01–0,02). Parkett (0,05–0,15) und Teppich (0,10–0,20) sind möglich, reduzieren aber die Leistung. Der Gesamt-R_λ,B sollte 0,15 m²·K/W nicht überschreiten.
Dipl.-Ing. Rolf Krause

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